Ein Bericht von Heinz Faßbender

Das evangelische Krankenhaus in Bergisch-Gladbach, gibt nicht gerne Auskunft, über die Sparmaßnahme, dem Mitarbeiter/innen kein Wasser  während der Dienstzeit zur Verfügung zu stellen. Diese Information, durch zwei Patienten mitgeteilt, nimmt das Journalistenbüro zum Anlass, eine Presseanfrage an das christliche Krankenhaus, das auch Lehrkrankenhaus der Kölner Uni-Kliniken ist, zu stellen.

Soweit – so (gut) schlecht.

Die Anfrage bleibt erst mal liegen. In einem Telefongespräch wird dann versichert, die Fragen zu beantworten. Hierzu seien „interne Recherchen“ notwendig. Warum das überhaupt interessiere, wird der Journalist Heinz Faßbender gefragt.

Die Antwort schreckt offensichtlich – so wird vermutet.

Gerade hatte ein junger Mann in der „Wahlarena der ARD“ – Merkel richtig unerschrocken angegangen und zwar wegen des gesellschaftlichen Umgangs mit Pflegekräften und den zu Pflegenden.

Und deshalb interessiert es auch, dass ein evangelisches Krankenhaus, das die Nächstenliebe wie eine Monstranz vor sich herträgt, den Krankenschwestern und Pflegekräften das Grundnahrungsmittel Wasser verweigert. Bei diesem Umgang mit den Mitarbeiter/innen stellt sich auch die Frage, wie die evangelische Kirche ihre Spendenaufrufe mit der Aufforderung soziales Engagement und Nächstenliebe zu zeigen überhaupt noch begründen kann.

 

Wie sich das Ganze weiter entwickelt – und warum der Kölner Medienanwalt den Journalisten jetzt im „AUGE halten will“, – können Sie der Presseanfrage und der weiteren Korrespondenz entnehmen, die wir hier wortgenau wiedergeben.

Deshalb erübrigen sich weitere Kommentierungen- sie entlarven sich selbst!

Die Presseanfrage des TV-Journalistenbuero@email.de:

 

Eilige Presseanfrage:

Es ist berichtet worden, dass Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen Ihres Hauses, offensichtlich Wasser aus Behältnissen nicht mehr trinken dürfen, sondern lediglich den Patienten zur Verfügung stehen soll.

Fragen:

1.) Wie verhält es sich mit der christlichen Nächstenliebe, dass ein unabdingbares Grundnahrungsmittel zur Erhaltung der Arbeitskraft Ihren Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen, die sogar im Schichtdienst arbeiten müssen, nicht  kostenfrei zur Verfügung steht.

2.) Werden Mitarbeiter mit Leitungswasser abgespeist, bei der nach kurzem Durchlauf der Rost noch nie sanierter Leitungsrohre das Trinken zu einem gefährlichen Unterfangen machen?

3.) Werden Ihre Angestellten bei „Missachtung“ Ihrer „Sparmaßnahmen“ durch Anzeigen wegen Diebstahl kriminalisiert oder gar gekündigt – also mit arbeitsrechtlichen Verfolgungsmaßnahmen belangt?

4.)Wann werden Ihre Wasserrohre saniert?

5.) Was glauben Sie hätte Martin Luther zu Ihrem Verhalten gegen eine Berufsgruppe, die sowieso trotz Ihrer hervorragenden Arbeit im Dienst am Menschen teils am Existenzminimum nagt, als sechsundneunzigste These an Ihre Kirchentür genagelt?

Für den Eingang Ihrer veröffentlichungsfähigen Stellungnahme habe ich mir den 20.09.2017 notiert.

Ich werde danach entscheiden, Sie zu bitten, mir für Fragen vor Kamera zur Verfügung zu stehen.

Freundlicher Gruß

Heinz Faßbender 

TV-Journalist

Nach dem oben erwähnten Anruf des Journalistenbüro, kommt dann die folgende Mail des EVK – Bergisch-Gladbach:

Gesendet: Freitag, 22. September 2017 um 09:12 Uhr

Von: „Sekretariat Geschaeftsfuehrung“ <info@evk.de

An: <TV-Journalistenbuero@email.de>

Betreff: Antwort: Kontakt über Website

Sehr geehrter Herr Faßbender,

hinsichtlich Ihres Schreibens vom 12.09.2017 und unser gestriges Telefongespräch bitten wir Sie noch um etwas Geduld. Wir werden uns nach interner Recherche Anfang der kommenden Woche wieder bei Ihnen melden.

Mit freundlichen Grüßen

Edeltraud Kolter

Sekretariat der Geschäftsführung

Telefon: 02202/122-1001 Telefax: 02202/122-1002 Mail: info@evk.de Internet: www.evk.de

Trotzdem müssen wir das Krankenhaus noch mal anmahnen, die Fragen zu beantworten:

Meine Damen und Herren,

es wird freundlichst an meine schon sehr alte „Eilige Presseanfrage“ vom 12.09.2017 erinnert. Presseausweis und journalistische Kurzvita in der Anlage anbei.

Freundlicher Gruß * Heinz Faßbender

Auch eine Erinnerung musste einige Zeit später erneut formuliert werden:

Erinnerung

Guten Tag,

Erwarten Sie, dass ich Ihr Aussitzen akzeptiere? Oder beabsichtigen Sie mich zu provozieren? Frist zu Antwort 12.10.2017 10.00 Uhr.

gez. Faßbender

 

 

Danach wird die Beantwortung, „nach Rücksprache mit einen Anwalt“, offiziell verweigert.

Gesendet: Mittwoch, 11. Oktober 2017 um 09:50 Uhr

Von: „Sekretariat Geschaeftsfuehrung“ <info@evk.de>

An: tv-journalistenbuero@email.de

Betreff: Antwort: Aw: Antwort: Kontakt über Website

Sehr geehrter Herr Faßbender,  nach Rücksprache mit unserem Rechtsanwalt teilen wir Ihnen mit, dass wir keine Stellungnahme abgeben werden. *Mit freundlichen Grüßen * Edeltraud Kolter * Sekretariat der Geschäftsführung

Das Krankenhaus wird dann allerdings auf seine Auskunftspflicht hingewiesen:

Datum: 11.10.2017 10:34

Betreff: Aw: Antwort: Antwort: Kontakt über Website

Werte Frau Kolter,

Bitte teilen Sie mir den Namen Ihres Anwaltes mit. Denn ich gehe nicht davon aus, dass es sich bei „Ihrem“ Rechtsanwalt um ein professionelles Medien-Advokatenbüro handelt.

Auch muss ich davon ausgehen, dass die von mir angefragte Maßnahme gegen die angestellten, ehrenwerten Mitarbeiter/innen Ihres christlich orientierten Krankenhauses offensichtlich der Richtigkeit entsprechen, sonst hätten Sie ja mit Empörung mit – „nein – dem ist nicht so geantwortet“ – bzw. können. Sollten Sie einen Pressesprecher in Ihrer Einrichtung – „ ohne Wasser für die Mitarbeiter/innen “ haben – sollten Sie mir diesen Mitarbeiter auch benennen.

Als offensichtliches Uni-Krankenhaus werde ich mich auch dorthin wenden – und plane als dann in den sozial-kommunikativen und engagierten Medien einwenig darüber zu informieren und auch um Spenden – nach dem Motto aufzurufen „Wasser ist für alle da“ – auch für die Mitarbeiter/innen eines christlich – orientieren Krankenhaus.

Ich wünsche dann mal Prost mit einem Glas Wasser – und – Ihr bisheriges Verhalten halte ich – gelinde gesagt – für äußerst unprofessionell.

In diesem Sinne * Gez. Faßbender

Immerhin braucht Medienanwalt Müller- Römer noch einen weiteren Tag, um seine Drohgebärden zu übermitteln. Und das trotz seinem Leitspruches:   „Mir ist die gefährliche Freiheit lieber, als eine ruhige Knechtschaft“!

Gesendet: Donnerstag, 12. Oktober 2017 um 16:12 Uhr

Von: „Stefan Müller-Römer“ <smr@medienrechtsanwaelte.de>

An: tv-journalistenbuero@email.de & Cc: info@evk.de

Betreff: EVK

Sehr geehrter Faßbender, (dem fehlt sogar die entsprechende Contenance- A-d.R.)

wir zeigen an, dass wir die rechtlichen Interessen des EVK wahrnehmen. Es trifft zu, dass wir unserer Mandantin geraten haben, keine Stellungnahme abzugeben. Wir gehen davon aus, dass Sie das respektieren.

Es steht Ihnen selbstverständlich frei, zu berichten, was Sie möchten. Sie dürfen aber versichert sein, dass wir ein genaues Auge darauf haben werden, falls sich in solchen Berichten falsche Tatsachenbehauptungen und/oder Verunglimpfungen unserer Mandantin finden sollten. Dann wird es entsprechende Reaktionen von unserer Seite geben.

Die von Ihnen in Ihrer ursprünglichen Anfrage gestellten Fragen sind keine neutralen Fragen, sondern sind mit massiven (Negativ)Wertungen verbunden, weswegen ich davon abgeraten habe, auf derartig tendenziöse Fragen überhaupt zu antworten. Dabei bleibt es auch.

Wir bitten Sie daher auch eindringlich, unsere Mandantin bzw. deren Mitarbeiter nicht weiter zu behelligen.

Mit freundlichen Grüßen

Stefan Müller-Römer

Rechtsanwalt

Auf die sofortige Antwort, – erfolgte bis heute keine Antwort vom Martin Luther orientiertem evangelisch Krankenhauses – Bergisch-Gladbach, dass Presseanfrage um das Grundnahrungsmittel „Wasser“ für deren Mitarbeiter/innen – und dem „großen Medienadvokat-Auge“ des Stefan Römer-Müller noch nicht einmal beantworten will.

Werter Herr Advokat,

Wie ich meine Frage stelle, müssen Sie mir überlassen. Das Ihr Mandant erst die Beantwortung telefonisch verspricht und dann nichts mehr von sich hören lässt, wird alsdann der Leser zu interpretieren haben. Ich werde einfach die gesamte Korrespondenz veröffentlichen. Dann kann der Leser entscheiden, was oder wer hier tendenziös ist.

Auf jeden Fall freue ich mich, dass Sie mich im „Auge haben“.

Das hat man doch sehr selten, dass Organe der Rechtspflege meinen – durch das im „Auge haben“ könnten sie auf notwendige Recherchen und Fragen bzw. den Journalisten Druck ausüben die unbeantworteten Rechercheanfragen nur ja nicht zu veröffentlichen.

Lassen Sie sich mal von einem (richtigen)  Medienanwalt beraten.

Vorab übersende ich Ihnen meine journalistische Kurzvita und einen Vortragsauszug über die deutsche Justiz im Zusammenhang mit meiner Lebensgeschichte zur Ihrer freundlichen Erbauung.

Sie werden dann feststellen, dass ich so manchen Druck standgehalten habe.

Ich jedenfalls lasse mir nicht von jemanden drohen – Herr Advokat!

In diesem Sinne – prost auf ein Glas Wasser!

Heinz Faßbender

Journalist

Fazit:

Haben die da im EVK zu Bergisch-Gladbach  mit dem Herrn Advokat eigentlich einen Knall oder was ist da los in deren Köpfen?

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4 Kommentare

  1. Ein Verbot für Trinkwasser, wäre jdfs. mit der Zielsetzung des Arbeitsschutzgesetzes nicht vereinbar. Wenn ich Journalist wäre würde ich das Gewerbeaufsichtsamt und die BGW über diesen Missstand informieren. Allerdings würde ich vorher das Krhs diesbzgl. einweihen und fragen, ob sie trotz der mutmaßlichen Verstöße gegen Arbeitsschutznormen das Verbot Trinkwasser zu konsumieren, aufrecht erhalten.

    • Vielen herzlichen Dank für den Hinweis Herr Hensel. Das Schlimme ist ja auch, dass diese Damen und Herren Führungselitären wider ihrer eigenen Gesetze, Leitbilder, Weltbilder und/oder Leitsprüchelein die sie wie eine Monstranz vor sich hertragen – sich Verhalten – wie – unter dem Oberbegriff zu verdeutlichen – „die schrecklichen verlogenen Deutschen“ die es seit jeher gab. Sie haben trotz ihrer damaligen „revolutionären“ Zeit der 60/70- ziger Jahre und den Willen etwas zum Besseren zu verändern – alles nur noch schlimmer gemacht und die Menschen werden weiter wie ein Stück Vieh behandelt. Und wer darüber etwas kritisch schreiben oder gar recherchieren möchte, wird mit der Keule ihre Presseverhinderungsgesetze persönlich bedroht oder mit Schadensersatzprozessen überzogen. Deshalb gibt es so gut wie keine kritische Berichterstattung mehr. Und dieses hier veröffentlichte Beispiel ist doch wahrlich nur ein ganz ganz kleines – ich sage – Pipifax. Was geschieht bei den wirklich großen Dingen im Lande und im Jahr des Martin Luther?

  2. Krankenhaus

    Ruhe, Ärztekunst, genesen,
    Krankenschwestern elfengleich,
    Oberschwester sorgend belesen,
    Ordnung in jedem Bereich.

    Arzt nach Hippokrates handelnd,
    Pflegepersonal Seele des Hauses,
    Zeit zum Schlechteren wandelt,
    Neuzeit, hinschaut, dem graust es.

    Personal versickert im Ausland,
    Ärzte verkümmern, Bürokratie,
    Kapital, schlechter Personalstand,
    Krankenkassen reich wie nie.

    Patient am Eingang willkommen,
    Fallpauschale limitiert den Gang,
    bemisst das Management besonnen,
    jeder länger bleibt, wird ihnen bang.

    So ist diese Kultur verkommen,
    nicht Hort von Würde und Vernunft,
    Hast, den Sinn genommen,
    Patient dazwischen, Bürokratensumpf.

    Volksdichter
    Frank Poschau

    • Lieber Frank – Deine Worte beschreiben zutreffend den gesamten selbst angerichteten Zustand der Unvernunft wieder der eigenen Leitbilder und christlicher Nächstenliebe zur Vermehrung der Ausbeute und Gier. Und wenn man bedenkt, dass dieser Bericht mit Drohung eines „Juristen“ verhindert werden sollte, dann zeigt es auch die Verlogenheit dieser Berufstruppe wenn sie von Pressefreiheit fabulieren.

      Trotzdem dürfen wir die Hoffnung nicht aufgeben – dieses Land wieder menschlich-moralisch Erblühen zu lassen.Die Kirchen, Behörden, Justiz und Parteien mit Ihrer Verlogenheit dürfen dabei keine Rolle mehr spielen. Denn sie haben dieses Land so heruntergewirtschaftet.

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